
zurück
|

 © die arge lola |
 |

BRIDGET BREINER Erste Solistin und Choreographin als Gast
Bridget Breiner wuchs in Columbus, Ohio (USA), auf. Ihre Ausbildung erhielt die Amerikanerin von 1985 bis 1991 an der BalletMet Dance Academy in ihrer Heimatstadt, anschließend ein weiteres Jahr an der Heinz Bosl-Stiftung in München. Ihr erstes Engagement hatte Bridget Breiner beim Bayerischen Staatsballett, wo sie 1995 zur Halbsolistin ernannt wurde. In München tanzte sie Solorollen in Balletten von John Neumeier, George Balanchine, Ray Barra, Sir Peter Wright, Jiří Kylián, Hans van Manen, Davide Bombana und Nils Christe.
Mit Beginn der Spielzeit 1996/97 wurde Bridget Breiner Mitglied beim Stuttgarter Ballett; ein Jahr später avancierte sie dort zur Solistin, im Juni 2001 zur Ersten Solistin. Zu Beginn der Spielzeit 2006/07 wechselte Bridget Breiner zum Dresden Semperoper Ballett; in Stuttgart war sie jedoch immer noch regelmäßig als Gast auf der Bühne zu sehen. Sie kehrte 2008/09 als Erste Solistin zum Stuttgarter Ballett zurück und arbeitet dazu erfolgreich als freischaffende Choreographin
Beim Stuttgarter Ballett fügte Bridget Breiner ihrem Repertoire folgende Hauptrollen in abendfüllenden Handlungsballetten hinzu: Tatjana in Onegin, die weibliche Titelrolle in Romeo und Julia, Odette/Odile in Schwanensee (alle: John Cranko), Marguerite Gautier und Manon in Die Kameliendame, Blanche du Bois in Endstation Sehnsucht (beide: John Neumeier), Königin Isabella in Edward II. (David Bintley), Titania in Ein Sommernachtstraum (Jean Christophe Blavier), die Fliederfee in Dornröschen (Márcia Haydée nach Marius Petipa) sowie Colombine in Pierrot lunaire (Glen Tetley).
Außerdem tanzte sie zahlreiche Solorollen in weiteren Balletten von John Cranko, John Neumeier und Sir Frederick Ashton sowie in neoklassischen und modernen Werken von Kenneth MacMillan, George Balanchine, Mauro Bigonzetti, William Forsythe, James Kudelka, Jiří Kylián, Jean Christophe Maillot, Hans van Manen, Jerome Robbins, Uwe Scholz, David Dawson und Glen Tetley.
In den beiden Handlungsballetten für das Stuttgarter Ballett kreierte Christian Spuck jeweils eine Rolle für Bridget Breiner: die Gräfin Geschwitz in Lulu. Eine Monstretragödie, worin sie zudem Wild is the Wind von Nina Simone sang, und die Mutter in Der Sandmann. Ebenso schuf Christian Spuck in..., la peau blanche... die Rolle der Marguerite de Valois für sie und arbeitete mit ihr bei Carlotta's Portrait, dos amores, nocturne, Passacaglia, das siebte blau und Songs zusammen. Douglas Lee choreographierte Rollen für Bridget Breiner in Aubade, Cindys Gift, Lachrymal und One to another. Sie arbeitete darüber hinaus mit Mauro Bigonzetti zusammen, der Solorollen für sie in Kazimir's Colours und Orma kreierte und mit Kevin O'Day, der die Rolle der Gertrud in seinem ersten abendfüllenden Handlungsballett Hamlet für sie choreographierte sowie Solorollen in Delta Inserts und dreamdeepdown. Weitere Choreographen die Rollen für Bridget Breiner schufen sind Jean Christophe Blavier, Ivan Cavallari, Dominique Dumais, Nicolo Fonte, Jean Grand-Maître, Martino Müller, Marc Spradling, Stéphen Delattre, David Dawson und Pascal Touzeau.
Bridget Breiner zeigte im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Junge Choreographen" der Stuttgarter Noverre-Gesellschaft bereits drei eigene Choreographien: Der Pas de deux In the Kitchen wurde im Mai 2005 uraufgeführt, The Foul Prank oder Der böse Streich ein Jahr später. Mit Sirs, ihrer dritten Choreographie für die Reihe "Junge Choreographen" gelang ihr 2007 ein großer Erfolg bei Publikum und Kritik, das Stück wurde darüber hinaus in das Repertoire des Stuttgarter Balletts übernommen. Zum Cranko-Jubiläum 2007 choreographierte sie für 32 Tänzer der John Cranko Schule das Stück Zeitsprünge, welches im Kunstmuseum Stuttgart uraufgeführt wurde. 2008 folgte der Pas de deux Adagio Assai, den sie zusammen mit Friedemann Vogel erstmals in Chile beim Ballet de Santiago aufführte. Die deutsche Erstaufführung des expressiven Pas de deux erlebte das Stuttgarter Ballettpublikum im Opernhaus bei der Gala für Ballettintendant Reid Anderson anlässlich seines 60. Geburtstags. Anlässlich der Gala schuf Bridget Breiner zusammen mit Demis Volpi außerdem The Broadway Baby für Tänzerinnen und Tänzer des Stuttgarter Balletts. Für das Kevin O'Day-Ballett Mannheim choreographierte Bridget Breiner das Stück Hold Lightly, uraufgeführt im Rahmen des dreiteiligen Ballettabends "Beethoven" im Januar 2009 am Nationaltheater Mannheim. Als Rachele Buriassi und William Moore vom Stuttgarter Ballett im März 2009 zum renommierten Erik Bruhn-Preis nach Kanada eingeladen wurden, choreographierte Bridget Breiner für die beiden Tänzer La Grande Parade du Funk. Ihr erstes Auftragswerk für das Stuttgarter Ballett, Letters of Others, wurde im Rahmen des dreiteiligen Ballettabends BREINER/LEE/VOLPI am 31. März 2010 im Schauspielhaus Stuttgart uraufgeführt.
Bridget Breiner arbeitete außerdem mit dem Schauspiel Stuttgart zusammen: Für die Produktion Der Prinz von Dänemark – Ein Hamlet-Musical im Oktober 2008 schuf sie die Choreographie.
Homepage von Bridget Breiner
|