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 © die arge lola |
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MARIJN RADEMAKER Erster Solist
Marijn Rademaker wurde in Nijmegen in Holland geboren. Er erhielt seine Ballettausbildung an der Nationalen Ballettakademie in Amsterdam, an der Hochschule der Künste in Arnheim und am Königlichen Konservatorium in Den Haag. Mit Beginn der Spielzeit 2000/2001 wurde Marijn Rademaker Mitglied beim Stuttgarter Ballett. Hier tanzte er im Corps de ballet, bis er zu Beginn der Spielzeit 2004/05 zum Halbsolisten befördert wurde. Zu Beginn der Spielzeit 2006/2007 war seine Ernennung zum Solisten geplant. Nach seinem spektakulären Debüt als Armand in Die Kameliendame entschied sich Ballettintendant Reid Anderson jedoch, ihn direkt zum Ersten Solisten zu befördern.
Weitere Hauptrollen, die Marijn Rademaker bislang beim Stuttgarter Ballett tanzte, sind Romeo in Romeo und Julia, Prinz Siegfried in Schwanensee (beide: John Cranko), Herzog Albrecht in Giselle (Inszenierung: Reid Anderson, Valentina Savina), Prinz Desiré in Dornröschen (Márcia Haydée nach Marius Petipa), Don José in Carmen (John Cranko, Neuinszenierung: Reid Anderson und Georgette Tsinguirides), James in La Sylphide (Peter Schaufuss, nach August Bournonville), Allan Gray in Endstation Sehnsucht und Jago in Othello (beide: John Neumeier), Pierrot in Pierrot lunaire (Glen Tetley) sowie Nathanael in Der Sandmann (Christian Spuck). In den großen Cranko-Handlungsballetten war er außerdem als Lenski in Onegin zu sehen, als Benvolio in Romeo und Julia, Benno in Schwanensee sowie als Lucentio in Der Widerspenstigen Zähmung.
Zu seinem Repertoire gehört außerdem John Crankos Pas de deux Legende und zahlreiche Solorollen in Werken von unter anderem William Forsythe, Kenneth MacMillan, George Balanchine, Maurice Béjart, Jiří Kylián, Jerome Robbins, Uwe Scholz, Glen Tetley, Hans van Manen, Jean Christophe Blavier, Edward Clug und Marc Spradling.
Marijn Rademaker arbeitete mit zahlreichen Choreographen zusammen, darunter Christian Spuck, der die Rolle des Alwa in Lulu. Eine Monstretragödie, die Rolle des Siegmund in Der Sandmann sowie Rollen in Sleepers Chamber und Songs für ihn schuf. Mauro Bigonzetti choreographierte für ihn die Hauptrolle des Rocco in I fratelli – Die Brüder. Weitere für ihn choreographierte Rollen stammen von Nicolo Fonte in Gambling, x 5, von Wayne McGregor in Nautilus, EDEN / EDEN und Yantra, von Marc Spradling in The Shaking Tent, von Bridget Breiner in Sirs und Letters of Others und von Demis Volpi in palpable leers. Marco Goecke schuf das Solo Äffi für Marijn Rademaker, das er in Arnheim uraufführte. Für dieses Solo wurde er in der Kritikerumfrage der Zeitschrift ballettanz 2005 in der Kategorie „Beachtlicher Nachwuchstänzer" genannt. Im Jahr 2008 wurde er in der Umfrage in der Kategorie „Profilierter Tänzer" unter anderem für seine Darstellung des Jago in John Neumeiers Othello mehrmals genannt. Nur ein Jahr später erhielt er in der Kategorie „Bester Tänzer" aufgrund seiner Wandlungsfähigkeit Mehrfachnennungen.
Im November 2006 erhielt Marijn Rademaker den erstmals vergebenen Deutschen Theaterpreis „Der Faust" in der Kategorie „Bester Darsteller Tanz". Ein Jahr später erhielt Marijn Rademaker den Deutschen Tanzpreis „Zukunft" 2009. Im Juli 2009 wurde ihm der internationale Tanzpreis „Premio ApuliArte" verliehen.
Marijn Rademaker begleitet das Stuttgarter Ballett auf Tourneen in der ganzen Welt. Zudem erhält er zahlreiche Einladungen zu Galavorstellungen und Gastauftritten. Im Mai 2007 tanzte er die Rolle des Armand in John Neumeiers Die Kameliendame auf dessen Einladung beim Hamburg Ballett mit Sue Jin Kang in der Rolle der Marguerite. Anlässlich der 34. Nijinski-Gala im Rahmen der Hamburger Ballett-Tage 2008 tanzte Marijn Rademaker in der Rolle des Tadzio Ausschnitte aus John Neumeiers Tod in Venedig mit Lloyd Riggins als Aschenbach. In der Spielzeit 2008/09 war er als Gast des Zürcher Balletts in der Titelrolle in Heinz Spoerlis Ballett Peer Gynt zu sehen, das außerdem für das Fernsehen und eine DVD-Produktion aufgezeichnet wurde.
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