Choreographie Uwe Scholz Musik Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 7 A-Dur, op 92 Bühnenbild und Kostüme Uwe Scholz nach dem Bild Beta Kappa von Morris Louis Beleuchtungseinrichtung Uwe Scholz, Dieter Billino Uraufführung 26. April 1991, Stuttgarter Ballett
Vier große Komponisten und vier Meister der Choreographie treffen in diesem Ballettabend zusammen, und in allen Fällen zeigt sich der Tanz ganz der Musik verpflichtet. Ihre Verehrung für das jeweilige Orchesterwerk und seinen Urheber demonstrierten John Cranko 1965, Jiří Kylián 1981, Uwe Scholz 1991 und William Forsythe 1995 auf formal ganz unterschiedliche, jedoch stets hochmusikalische Art.
Drei Werke wurden für das Stuttgarter Ballett geschaffen und das herausragende Können seiner Tänzer war für Cranko ebenso wie Jahrzehnte später für Kylián und Scholz ein wesentlicher Impulsgeber für Choreographien, die von Stuttgart aus die Welt eroberten. Reich an technischen Herausforderungen ist auch William Forsythes The Vertiginous Thrill of Exactitude, das fünf Jahre nach der Frankfurter Urauführung seinen Weg ins Stuttgarter Repertoire fand.
Basierend auf reiner klassischer Technik und in engem Dialog mit Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 7 A-Dur choreographiert, stellt Uwe Scholz in der Siebten Sinfonie seinen virtuosen Umgang mit einem großen Corps de ballet unter Beweis, indem er die Weite des Bühnenraumes perfekt nutzt und jeden einzelnen Tänzer dennoch glänzen lässt. Bühnenbild und Kostüme, entworfen von Scholz selbst, verbinden sich kongenial mit dem Fluss des Tanzes und der Musik.