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 KEIN SCHIFF WIRD KOMMEN von Nis-Momme Stockmann In Koproduktion mit dem Theatertreffen 09/Stückemarkt (Berliner Festspiele) Regie Annette Pullen Bühne und Kostüme Iris Kraft Dramaturgie Kekke Schmidt
Besetzung Uraufführung 19.02.2010 | Depot Ein junger Autor hat den Auftrag, ein Stück über die Wende zu schreiben. Aber er war ein Kind, als die Mauer fiel, und wuchs fern von Berlin auf: auf der Nordseeinsel Föhr. Kein innerer Bezug verbindet ihn mit dem Thema, außer der an ihn gestellten Forderung von Dramaturgen, Intendanten und Lektoren, dass sein Stück »welthaltig« und »nachhaltig« zu sein habe. Nun erhofft er sich Aufschluss von seinem Vater, den er auf der heimatlichen Insel aufsucht. Mit diesem begibt er sich in Gespräche über die damalige Zeit, die er als Material aufzeichnet, ohne recht davon überzeugt zu sein. Dabei stößt er allerdings auf verschüttete Erinnerungen an seine Mutter, die ihn weit mehr in Bann ziehen als das offizielle Geschehen der Zeit. Die Geschichte von einem jungen Mann, der ein politisches Drama sucht und eine Familientragödie findet.
„Ein Stück Arbeit an der Gesellschaft" – lautete das Motto, unter dem Dramatikerinnen und Dramatiker aus ganz Europa aufgefordert waren, noch nicht aufgeführte Stücke für den Stückemarkt 2009 nach Berlin zu senden. 303 Stücke sind eingegangen, eine Jury aus renommierten Theatermachern und Autoren wählte zehn aus, die im Rahmen des Theatertreffens im Mai 2009 beim Stückemarkt in szenischen Lesungen präsentiert bzw. bei einem Dramatikerworkshop weiter bearbeitet wurden. Von den zwei Preisen, die der Stückemarkt vergibt, ist der eine ein mit 7.000 Euro dotierter Werkauftrag, der diesmal eine Uraufführung am SCHAUSPIEL STUTTGART vorsieht und von der Bundeszentrale für politische Bildung wird. Der Autor der Stuttgarter Uraufführung ist Nis-Momme Stockmann.
1981 auf Föhr geboren, studierte Nis-Momme Stockmann »Sprache und Kultur Tibets« in Hamburg, Medienwissenschaften im dänischen Odense und machte eine Ausbildung zum Koch, bevor er an der Universität der Künste Berlin »Szenisches Schreiben« studierte. 2005 gewann er beim internationalen Filmfestival in Odense den 1. Preis für seinen Kurzfilm »Ignorans«. Mit seinem Stück DER MANN DER DIE WELT ASS wurde Stockmann beim Heidelberger Stückemarkt 2009 mit dem Haupt- und Publikumspreis ausgezeichnet. Das prämierte Stück wurde am 17. Dezember 2009 in Heidelberg uraufgeführt. Es folgen Inszenierungen am schauspiel frankfurt, Theater Magdeburg, am Theater Basel und am Schauspielhaus Wien.Gemeinsam mit vier weiteren Autoren ist Nis-Momme Stockmann ab September 2009 Stipendiat des von Thomas Jonigk geleiteten Düsseldorfer Autorenlabors.
Das Stück von Nis-Momme Stockmann wird in der Regie von Annette Pullen uraufgeführt, die sich mit der erfolgreichen Inszenierung FREMDES HAUS von Dea Loher zur Spielzeiteröffnung 2008/09 dem Stuttgarter Publikum empfohlen hat. Die 1974 geborene Regisseurin arbeitet u.a. am Thalia Theater Hamburg, Theater Magdeburg, Schauspielhaus Bochum, Schauspiel Essen und dem Deutschen Theater Berlin.
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