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80.000 € Spenden für die Ukraine gesammelt (27.05.2022)
Am 24. Februar 2022 begann Russlands völkerrechtswidriger Krieg gegen die Ukraine. Die durch den Angriff verursachte Not der Bürgerinnen und Bürger der Ukraine hat die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Staatstheater Stuttgart bewogen, direkte Hilfe in Form einer Spende zu leisten. Seit Anfang März bitten die Staatstheater am Ende jeder Vorstellung das Publikum, sich dieser Spende anzuschließen.

Wir sind überwältigt und gerührt: seit Beginn des Spendenaufrufs wurden bereits 80.000€ gesammelt. Für diese großzügige Unterstützung möchten wir allen unseren Besucherinnen und Besuchern aufrichtig danken!

Empfänger der Spenden ist die Stuttgarter Hilfsorganisation STELP e. V., die eine Versorgungsbrücke bis in die Ukraine aufgebaut hat. Die Bedarfe werden im engen Austausch mit der ukrainischen Bevölkerung und den Organisationen vor Ort ermittelt. Die entsprechenden Sachgüter werden aus Stuttgart in die Ukraine transportiert und dort hingebracht, wo die Not am größten ist.

Vereinsgründer von STELP e.V Serkan Eren: „Gerade merken wir, dass die Spendenbereitschaft für die Ukraine immer mehr abnimmt. Deshalb sind die Spenden, die uns nun erreichen, umso wichtiger. Denn immer noch brauchen die Menschen in der Ukraine unsere Hilfe. Unzählige Zivilist*innen sind in umkämpften Gebieten von der Grundversorgung abgeschnitten. Teilweise verharren sie seit Wochen und Monaten zum Schutz vor den russischen Streitkräften in Kellern. Die Spenden setzen wir zum einen ein, um diese Menschen mit Hilfsgütern zu versorgen. Zum andern, um die Evakuierungen von vulnerablen Personen aus den umkämpften Gebieten weiter auszubauen. Vielen Dank an die Staatstheater Stuttgart und ihren Gästen für diesen unglaublichen Betrag an Spenden. Sie machen unsere Arbeit erst möglich!“
#StandwithUkraine – Spendenaufruf
Putins Angriff auf die Ukraine ist ein schockierender Verstoß gegen die europäische Friedensordnung der letzten Jahrzehnte.

Es ist europäischer Boden, auf dem Menschen in diesen Tagen um ihre Sicherheit fürchten, in Angst leben und durch Waffengewalt sterben. Wir sind fassungslos angesichts der Bilder der zerstörten Wohnhäuser, der Menschenmassen, die in den U-Bahnschächten Kiews Schutz suchen, und der zehntausenden flüchtenden Menschen, die in den benachbarten Ländern Hilfe und Obdach finden. Unsere Gedanken sind bei diesen Europäerinnen und Europäern.

Die Staatstheater Stuttgart solidarisieren sich mit allen Bürger*innen der Ukraine, die für die Unabhängigkeit ihres demokratischen Staates und ihre Freiheit kämpfen. Unsere Solidarität gilt auch den Demonstrierenden auf den Straßen in Moskau und anderen russischen Städten, die Festnahmen riskieren, um ein Zeichen gegen den Krieg zu setzen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Staatstheater Stuttgart haben sich entschlossen, Hilfe in Form einer Spende zu leisten. Wir rufen unser Publikum auf, sich dieser Spende anzuschließen. Die Möglichkeit dafür geben wir ab den nächsten Wochenendvorstellungen im Opernhaus und im Schauspielhaus. Unterstützt mit diesen Spenden wird die Stuttgarter Hilfsorganisation STELP e.V., die sich um die Lieferung von dringend benötigten Medikamenten, Verbandsmaterial und Hygieneartikeln kümmert.

Eine direkte Überweisung an verschiedene Hilfsorganisationen ist jederzeit möglich.
Unterstützung durch den Sonderfonds des Bundes
Mit dem Sonderfonds des Bundes wurden von der Bundesregierung Fördermittel für Kulturveranstalter bereitgestellt, um die Wiederaufnahme und finanzielle Planbarkeit von Konzerten, Theateraufführungen, Kinovorstellungen und vielen anderen kulturellen Veranstaltungen in den kommenden Monaten zu unterstützen und finanzielle Einnahmeeinbußen aufgrund von Beschränkungen der Besucherkapazitäten durch die Sicherheits- und Hygienekonzepte infolge der Corona-Pandemie auszugleichen.

Als Veranstalter von Opern-, Ballett- und Schauspielaufführungen sowie Konzerten haben auch die Staatstheater Stuttgart ihre Veranstaltungen für den Sonderfonds des Bundes registrieren lassen.
Doku-Tipp: Die Staatstheater im Lockdown (29.07.2021)
Homeoffice im Lockdown? Für darstellende Künste unmöglich. Wie wir in der Zeit ausgefallener Vorstellungen gearbeitet haben, können Sie am Donnerstag im Fernsehen nacherleben: Der SWR hat uns in den vergangenen Monaten der Pandemie begleitet und zeigt die Dokumentation „Das größte Dreispartenhaus der Welt vor seiner größten Herausforderung“ am 29. Juli 2021 um 22:45 Uhr. Im Anschluss ist der 45-minütige Film ein Jahr lang in der ARD Mediathek zu sehen.
Filmemacher Andreas Ammer hat unsere Künstler*innen und alle Gewerke, die Kostüm-, Rüst- und Bühnenmannschaft beobachten können. Die Dokumentation zeigt das Ringen um Kunst trotz Corona, damit in der Krise Kunst entstehen kann.
Zum Nachschauen in der Mediathek:
Sturmschaden am Opernhaus (30.06.2021)
Der heftige Sturm, der am Abend des 28. Juni in Stuttgart gewütet hat, hinterließ erschreckende Bilder im Oberen Schlossgarten: das zu zwei riesigen Knäueln zusammengestauchte Kupferdach des Opernhauses, aus der Decke im 3. Rang tropfendes Wasser, wie Streichhölzer abgeknickte Bäume.
Die Mezzosopranistin Diana Haller hatte vor etwa 250 Besucherinnen und Besucher gerade einen Liederabend beendet, als eine heftige Sturmböe eine große Fläche des Opernhausdaches - original aus dem Jahr 1912 - abgetragen hat. Diese Dachpartie bedeckte das Foyer im obersten Rang. Der eine Teil des Kupferdaches stürzte auf den Boden vor dem Opernhaus, der andere wurde vom Sturm wie Papier zerknüllt und um zwei der Statuen auf dem Dachsims gewickelt. Eine Plastik von Emil Kiemlen (1869–1956), die allegorisch für die Architektur steht, stürzte herunter und zerbrach durch die Wucht des Aufpralls in drei Teile.

Durch den abgedeckten Teil des Daches traten in den folgenden Stunden mehreren 10.000 Liter Regenwasser ins Opernhaus. Schmuckdecken und Gipswände im Foyer des 3. Ranges saugten sich voll. Der entstandene Schaden wird derzeit noch von Experten erhoben. Maßnahmen zur Begrenzung von Folgeschäden wurden sofort ergriffen.

Die verformten Teile des Kupferdaches konnten am nächsten Tag mit einem Kran entfernt werden. Nach der provisorischen Schließung des Daches noch in der Sturmnacht wird die etwa 500 Quadratmeter große Fläche nun fachmännisch versiegelt, um weitere Schäden und einen erneuten Wassereintritt bei Regen auszuschließen.
Diese Arbeiten sollen in Kürze abgeschlossen werden. Parallel dazu geht die Schadensermittlung am Gebäude selbst und an den technischen Anlagen weiter.

Das wichtigste hierbei ist: Es handelt sich nur um Sachschäden. Niemand wurde verletzt. Erfreulich ist, dass der Bühnenbereich und der historische Zuschauerraum keinen nennenswerten Schaden genommen haben.

Das Foyer des dritten Ranges hat durch das eingetretene Regenwasser jedoch so gelitten, dass der entsprechende Saalbereich für die verbleibenden Wochen dieser Spielzeit nicht mehr genutzt werden kann.

Sicher ist im Moment Folgendes: Die Premiere des Ballettabends Höhepunkte des Stuttgarter Balletts am heutigen 30. Juni sowie die zweite und dritte Vorstellung am 1. und 2. Juli sind nun abgesagt. Karten für diese Vorstellungen werden selbstverständlich storniert und der Preis erstattet. Die erste Vorstellung und somit de facto die Premiere findet nun am Samstag, 3. Juli statt. Ab dann sollen nach heutigem Kenntnisstand alle weiteren Vorstellungen im Opernhaus wie geplant stattfinden können.

Vielen Dank den Einsatzkräften der Feuerwehr für ihre schnelle und tatkräftige Hilfe und für den Zuspruch und die vielen herzlichen Worte, die uns auf unterschiedlichsten Wegen erreicht haben!
Modellprojekt bei SWR Aktuell (17.06.2021)
Weitere Schritte Richtung Normalität: In der gestrigen Ausgabe von SWR Aktuell Baden-Württemberg ging es um unsere im „Schachbrett“ belegten Zuschauerräume im Rahmen des Landes-Modellprojekts, das am 19. Juni in Opernhaus und Schauspielhaus beginnt. Den entsprechenden Beitrag können Sie hier anschauen.
Die Vorstellungen mit Schachbrett-Belegung finden Sie im Spielplan.
Modellprojekt „Perspektive sicheres Schachbrett“ (01.06.2021)
Die Staatstheater Stuttgart als landesweites Modellprojekt für eine Öffnung der Kulturbetriebe vom Sozialministerium auserwählt. Vorstellungen im Opernhaus und im Schauspielhaus bald mit hälftigem Sitzplatzangebot. Theater zurück auf dem Weg zu einem regulären Spielbetrieb.

Die "Schachbrettbestuhlung" wird vielerorts als Standard bei der Wiedereröffnung von Kulturbetrieben gesetzt, wurde aber epidemiologisch noch nicht umfassend geprüft. Dies geschieht im Modellversuch, der damit eine wissenschaftliche Grundlage und eine praktische Blaupause für die Wiederöffnung der Theater im Land, darüber hinaus sowie für mögliche zukünftige Epidemielagen bieten kann.

Die Staatstheater haben in Vorbereitung des Modellversuchs gemeinsam mit der Universität Stuttgart mittels Spurengasmessungen und einer darauf beruhenden Modellierung untersucht, welche Infektionsrisiken bei Veranstaltungen in ihren beiden baulich unterschiedlichen Hauptspielstätten (einem Rangtheater und einem Amphitheater) bestehen und sitzplatzgenau mögliche Infektionswege simuliert.

Im Modellversuch wird diese Simulation im tatsächlichen Spielbetrieb unter größtmöglichen Sicherheitsmaßnahmen praktisch verprobt. Dabei werden Prozesse der Besucherlenkung, Hygienekonzepte im Zuschauerraum, eine begleitende Kommunikation und die sitzplatzgenaue Kontaktdatennachverfolgung im Infektionsfall in wissenschaftlicher Begleitung mit der bereits erfolgten Simulation verknüpft und ermöglichen so eine fundierte Risikoeinschätzung der Schachbrettbestuhlung und konkrete Handlungsvorgaben zur ihrer Umsetzung auch an anderen Häusern.

Marc-Oliver Hendriks, Geschäftsführender Intendant der Staatstheater Stuttgart: „Wir freuen uns sehr, unserem Publikum noch vor der Sommerpause innerhalb von sechs Wochen ein groß angelegtes Kulturangebot in unseren beiden wichtigsten Spielstätten präsentieren zu können. Es ist höchste Zeit, dass die Theater und Orchester in unserem Land wieder zu realen Arbeits- und Aufführungsbedingungen zurückkehren können. Die bisherigen Zwischenergebnisse zeigen auf, was wir schon immer vermutet haben. Theater- und Orchestersäle sind für die Besucherinnen und Besucher geschützte und sichere Räume, gerade auch in der Pandemie.“

Das geplante Hygienekonzept sieht unter anderem den Einlass für Besucherinnen und Besucher nur mit gültigem negativem Testzertifikat, Impfnachweis oder Genesenen-Nachweis sowie hochfrequente interne Tests für künstlerisch Mitwirkende und den Besucherservice vor.

Das Modellprojekt umfasst Produktionen und Vorstellungen der Sparten Oper, Ballett und Schauspiel im Zeitraum vom 19.06.-25.07.2021.
Vertragsverlängerung des geschäftsführenden Intendanten (22.07.2020)
Der Verwaltungsrat der Württembergischen Staatstheater hat in seiner Sitzung vom 20. Juli beschlossen, den Vertrag mit dem Geschäftsführenden Intendanten Marc-Oliver Hendriks um fünf Jahre zu verlängern. Der Vertrag gilt über die Vertragslaufzeit hinaus bis zum 31. August 2027.

Die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Theresia Bauer sagte: "Mit Herrn Hendriks als geschäftsführendem Intendanten wissen wir die wirtschaftlichen und administrativen Belange der Württembergischen Staatstheater in den besten Händen. Mit seiner klugen, hochkompetenten und umsichtigen Art ist er ein Garant für Stabilität und Kontinuität, was unter anderem auch mit Blick auf das Großprojekt der Opernsanierung von hoher Bedeutung ist. Ich freue mich auf die Fortsetzung unserer vertrauensvollen Zusammenarbeit."
Neubau der John Cranko Schule ist fertig gestellt (29.06.2020)
Im neuen Gebäude der Ballettschule können 150 Tänzerinnen und Tänzer ausgebildet werden

Der Neubau der John Cranko Schule in Stuttgart ist nach rund fünf Jahren Bauzeit fertig gestellt. Grundlage für den Bau, der sich über mehrere Geschosse am Hang staffelt, ist der Entwurf des Architekturbüros Burger Rudacs. Er war im Jahr 2011 als Siegerentwurf aus dem Planungswettbewerb hervorgegangen.

Marc-Oliver Hendriks, Geschäftsführender Intendant der Württembergischen Staatstheater, betont: „Die räumlichen Dimensionen und die klare Ästhetik dieses Neubaus sind bestechend und beeindrucken den Betrachter nachhaltig. Dass diese eine höchst gelungene Verbindung zur Funktionalität und Aufenthaltsqualität des Schulbetriebs eingegangen sind, kann gar nicht hoch genug gewürdigt werden. Eine harmonische Synthese von Form und Funktion. Und der überhaupt erste originäre Neubau einer Ballettschule in unserem Land.“
Der Intendant des Stuttgarter Balletts, Tamas Detrich, erklärt: „Die John Cranko Schule bedeutet unsere Zukunft. Sie ist eine sich ewig verjüngende Quelle: für Superstars und große Talente, für hervorragende Corps de ballet-TänzerInnen und kreative ChoreographInnen. Mit diesem Neubau erhält sie jetzt ein gebührendes Zuhause, wo inhaltliche und räumliche Exzellenz nun Hand in Hand gehen.“
Foto: Brigida González
Staatstheater entwickeln nachhaltige betriebliche Mobilitätsstrategie
24.01.2020 – Die Staatstheater Stuttgart haben eine betriebliche Mobilitätsstrategie erarbeitet und setzen diese nun sukzessive um. Sie zielt darauf ab, den Fuhrpark von Verbrennungsantrieben auf Elektroantrieb umzustellen, zusätzliche Lasten-Pedelecs anzuschaffen, um sie für Kleintransporte einzusetzen, Dienstfahrten vermehrt vom Auto auf den öffentlichen Personennahverkehr und das Fahrrad zu verlagern sowie bei der Belegschaft noch stärkere Anreize für die Nutzung des Jobtickets zu setzen. Die Ladeinfrastruktur wird ausgebaut und es sollen noch mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen werden.

Marc-Oliver Hendriks, Geschäftsführender Intendant: „Die Staatstheater Stuttgart haben aufgrund ihrer Verortung im Herzen des Kulturquartiers, der baulichen Situation im Stadtzentrum und der verkehrlichen Realität schon vor zwei Jahren begonnen, ein nachhaltiges Mobilitätskonzept zu entwickeln. Dies wird nun Schritt für Schritt umgesetzt. Der Verband der Region Stuttgart hat mit dem Programm „Modellregion für nachhaltige Mobilität“ und dem Prinzip der Kofinanzierung ein sehr kluges, da systemisches, Instrument geschaffen. Wir haben uns mit unseren Mobilitätserfordernissen dort sofort wiedergefunden und uns beworben. Ich danke dem Verband der Region Stuttgart sehr, dass wir bei der Förderung berücksichtigt worden sind. Das ist ein guter Beginn, unseren gesamten Fuhrpark Schritt für Schritt auf Nachhaltigkeit umzustellen."

Thomas S. Bopp, Verbandsvorsitzender des Verbands Region Stuttgart, und Marc-Oliver Hendriks, der Geschäftsführende Intendant der Staatstheater Stuttgart, mit den im Rahmen der Mobilitätsstrategie angeschafften Elektrofahrzeugen, Foto: Christoph Schmidt