Allgemeine Geschäftsbedingungen
für Besucher der Württembergischen Staatstheater Stuttgart

1. Geltungsbereich
Die allgemeinen Geschäftsbedingungen einschließlich der Besucherordnung regeln die rechtlichen Beziehungen zwischen den Württembergischen Staatstheatern Stuttgart (die „Staatstheater“) und ihren Besucherinnen und Besuchern / Kunden („Besucher“ oder „Kunden“). Sie sind Bestandteil des Vertrages, der durch den Erwerb von Eintrittskarten oder durch den Abschluss eines Abonnementsvertrags mit den Staatstheatern zustande kommt.
Regelungen die speziell für Abonnenten gelten werden entsprechend bezeichnet.
Für Mitglieder von Besucherorganisationen gelten diese allgemeinen Geschäftsbedingungen, sofern nichts Abweichendes vereinbart ist.
Für Veranstaltungskooperationen können zusätzliche AGB mit einbezogen werden. Soweit zutreffend, wird entsprechend, z.B. im Einzelabonnementvertrag, darauf hingewiesen.

Aufgrund der Corona-Pandemie mussten Einschränkungen umgesetzt und Regelungen getroffen werden, die von den üblichen allgemeinen Geschäftsbedingungen abweichen. Die Staatstheater sehen derartige Änderungen als Ausnahmen vom Normalbetrieb an und werden solche ggfs. im Einzelfall gesondert kommunizieren.

2. Allgemeine Regelungen
a) Spielpläne und Anfangszeiten
Die gültigen Spielpläne mit den Anfangszeiten werden von den Staatstheatern in den von ihnen herausgegebenen offiziellen Veröffentlichungen und auf ihrer Webseite bekannt gegeben. Änderungen, auch kurzfristige, bleiben vorbehalten. Für Besetzungsangaben wird keine Gewähr übernommen.
Für Angaben in anderen Veröffentlichungen übernehmen die Staatstheater keine Gewähr.

Die Abonnementtermine und Anfangszeiten der Vorstellungen sind dem Monatsspielplan zu entnehmen, der den Abonnenten monatlich kostenfrei zugesandt wird. Änderungen der auf den Abonnementdokumenten abgedruckten, voraussichtlichen Vorstellungstermine bleiben den Staatstheatern ausdrücklich vorbehalten. Informationen zu den Abonnementvorstellungen sind zudem der Webseite der Staatstheater www.staatstheater-stuttgart.de zu entnehmen.

b) Preise und Ermäßigungen
Die jeweils gültigen Eintrittspreise sind aus den Veröffentlichungen und Aushängen der Staatstheater ersichtlich. Änderungen bleiben dabei ausdrücklich vorbehalten. Bei einzelnen Veranstaltungen (z.B. Sonderveranstaltungen, Gastspielen) ist eine besondere Preisgestaltung möglich.

Abonnementpreise und -bedingungen werden jeweils in der aktuellen Abonnementbroschüre veröffentlicht. Den Staatstheatern bleibt vorbehalten, die Anzahl der Veranstaltungen in den einzelnen Abonnements sowie Preise und Abonnementbedingungen vor Vertragsschluss zu ändern. Eine Einzelbenachrichtigung des Abonnenten erfolgt nicht. Geänderte Inhalte werden online publiziert auf www.staatstheater-stuttgart.de.

Ermäßigungen werden den berechtigten Personengruppen gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises gewährt. Eine Ermäßigung kann nur gewährt werden, wenn diese vom Besucher bereits beim Kauf bzw. bei der Reservierung der Eintrittskarte mitgeteilt wird. Nach Abschluss des Kaufvorgangs können auf die gekaufte Eintrittskarte keine Ermäßigungen mehr gewährt werden. Entsprechendes gilt für den Abonnementkauf, auch hier besteht kein Anspruch auf nachträgliche Ermäßigung.

Der Ermäßigungsausweis ist auch beim Einlass zusammen mit der Eintrittskarte vorzuzeigen; wird der Ausweis nicht vorgezeigt, kann kein Einlass gewährt werden. Besucher haben in diesen Fällen die Möglichkeit, den Differenzbetrag zum vollen Kartenpreis zu entrichten.

Die Ermäßigung gilt nicht für Gebühren. Bei Premieren, Gastspielen, Sonderveranstaltungen sowie im Online-Verkauf besteht kein Anspruch auf Ermäßigungen.

Die Kombination verschiedener Ermäßigungsberechtigungen ist ausgeschlossen.

Schüler, Studenten, sowie Personen im freiwilligen sozialen Jahr und im Bundesfrei-willigendienst (bis 30 Jahre) können bei Vorlage eines förmlichen Ausweises Karten zum ermäßigten Preis erhalten. Im Vorverkauf gilt dies für eine begrenzte Anzahl von Plätzen und nur für bestimmte Preisgruppen; an der Abendkasse ist der Verkauf zum ermäßigten Preis unmittelbar vor der Vorstellung nach Verfügbarkeit für alle Preisgruppen möglich (Restkarten). Bei Vorstellungen des Schauspiels gilt dies auch für arbeitslose Besucher, die einen entsprechenden förmlichen Ausweis vorlegen.

Für Kinder bis 15 Jahren in Begleitung Erwachsener sowie für Schwerbehinderte können gegen Vorlage eines amtlichen Ausweises Ermäßigungen in bestimmten Preisgruppen gewährt werden.

Begleitpersonen von Schwerbehinderten können Karten zum ermäßigten Preis erhalten, wenn der Ausweis des Behinderten ein "B" für die notwendige Begleitperson ausweist.

Den Staatstheatern bleibt es vorbehalten, kurzfristige, vorstellungsbezogene Ermäßigungsaktionen durchzuführen. Ermäßigungsregelungen können von den Staatstheatern zudem jederzeit geändert werden. Außerdem sind die Staatstheater berechtigt, den Verkauf ermäßigter Eintrittskarten für bestimmte Spielorte, Veranstaltungen, Platz- oder Preisgruppen, Vertriebswege etc. einzuschränken oder auszuschließen.

Nach Maßgabe des Karten- oder Abonnementausweisaufdrucks berechtigt dieser den Inhaber, alle Verkehrsmittel (2. Klasse) des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) innerhalb von drei Stunden vor Beginn der Veranstaltung zur Fahrt zum Veranstaltungsort und nach Ende der Veranstaltung zur Rückfahrt zu nutzen. Hinsichtlich dieser Nutzung der Eintrittskarte als Fahrkarte besteht zwischen dem Kunden und dem VVS ein gesondertes Vertragsverhältnis, für das die Beförderungsbedingungen des VVS gelten.

3. Reservierung, Verkauf, Bezahlung, Zustellung von Eintrittskarten
a) Allgemeines zu Karten und Plätzen
Eintrittskarten können am Schalter, telefonisch, schriftlich, im Online-Verkauf über Postzustellung und Print@home sowie im Rahmen eines Abonnements erworben werden.

Der Kartenvorverkauf beginnt zu den in den Veröffentlichungen der Staatstheater genannten Zeitpunkten zu den dort näher beschriebenen Vorverkaufsbedingungen.

Die Staatstheater behalten sich vor, die Anzahl von Eintrittskarten, die pro Person verkauft werden, sowie den Verkauf in zeitlicher Hinsicht, im Hinblick auf die Abgabe ermäßigter Karten und/oder bezüglich bestimmter Vertriebswege einzuschränken.
Für Gruppenbestellungen können besondere Regelungen gelten.

Barrierefreie Plätze stehen aus baulichen Gründen nur in eingeschränktem Umfang zur Verfügung. Ein Anspruch auf einen barrierefreien Platz besteht nur für Abonnenten, die vor Erwerb eines Abonnements einen entsprechenden Bedarf angemeldet haben, dessen Verfügbarkeit von den Staatstheatern bestätigt wurde. In allen übrigen Fällen können Plätze nur situativ nach Verfügbarkeit vergeben werden.

Aufgrund der baulichen Gegebenheiten oder auch inszenierungsbedingt sind Einschränkungen der Sicht von bestimmten Plätzen aus möglich. Dies gilt auch für Übertitel. Plätze mit Einschränkungen können beim Verkaufspersonal erfragt werden.

b) Bezahlung
Die Bezahlung von Eintrittskarten kann per EC-Karte, Pay Link oder SEPA-Lastschriftverfahren erfolgen, mittels oder durch Einlösen von gültigen Gutscheinen und im Schalterverkauf auch in bar. Im Online-Verkauf gelten ausschließlich die auf der Webseite der Staatstheater Stuttgart angebotenen Zahlungsmöglichkeiten. Im Falle einer Nichteinlösung der Zahlung behalten sich die Staatstheater vor, neue Bestellungen des Kunden oder die Bezahlmöglichkeiten einzuschränken.

Der Abonnementpreis wird ohne besondere Zahlungsaufforderung zu den auf der Abonnentenrechnung genannten Terminen fällig. Bei allen Zahlungen ist die Abonnement-Kundennummer anzugeben. Abonnementzahlungen mittels SEPA-Lastschriftmandat werden zum 15. des Monats / 1. des Folgemonats nach Vertragsschluss per Lastschrift eingezogen. (Gläubiger-Identifikationsnummer: DE84WST00000132123 / Mandatsreferenz: abo-001-Kundennummer-Referenznummer). Fällt der im Datensatz vom Zahlungsempfänger angegebene Fälligkeitstag auf keinen Geschäftstag des Geldinstituts, so gilt der folgende Geschäftstag als Fälligkeitstag.

Werden fällige Zahlungen auch nach schriftlicher Erinnerung nicht geleistet, wird der gesamte für die Spielzeit noch ausstehende Betrag in voller Höhe zzgl. Mahngebühren zur Zahlung fällig. In einem solchen Falle behalten sich die Staatstheater vor, das Abonnement vorzeitig zu kündigen, den Zutritt zur Veranstaltung zu untersagen und über den Abonnementplatz zu verfügen.

Wird das Abonnement per Rechnung bezahlt, so wird vor Beginn der Spielzeit eine Rechnung zugesandt, in der Zahlungstermin und Bankverbindung mitgeteilt werden. Für die Bezahlung muss der auf der Rechnung angegebene Verwendungszweck genau übernommen werden.

Geschenkabonnements können nur per Überweisung bezahlt werden.


c) Gutscheine
Es können Gutscheine erworben werden. Geschenkgutscheine haben eine Gültigkeit von drei Jahren. Die Frist beginnt am 31.12. des Jahres, in dem der Gutschein erworben wird. Eine Verlängerung der Gültigkeitsdauer ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung des Gegenwertes der Gutscheine ist nicht möglich.

Für das Abonnement können sogenannte eAbonnementgutscheine und eErmäßigungsgutscheine ausgestellt werden. Diese werden elektronisch unter der persönlichen Abonnement-Kundennummer hinterlegt. Diese eGutscheine können vom Abonnenten im Online-Verkauf, im telefonischen und schriftlichen Kartenvorverkauf sowie an der Tages- und Abendkasse spartenübergreifend für eine Veranstaltung eingelöst werden. Ausgenommen davon sind Sonderveranstaltungen.

Gutscheine aus dem Abonnement sind an das Abonnement gebunden und können nur unter Verwendung der Abonnementnummer bzw. vom Abonnenten persönlich eingetauscht werden.

Aufgrund der Bindung an das Abonnement gilt für eGutscheine eine begrenzte Gültigkeit. eErmäßigungsgutscheine sind grundsätzlich nur für die aktuelle Spielzeit gültig. eAbonnementgutscheine können in der aktuellen Spielzeit bis zum Ende der darauffolgenden Spielzeit eingelöst werden. Eine Verlängerung ist nicht möglich. Die Auszahlung der Abonnementgutscheine oder von Differenzbeträgen sowie die Verrechnung mit dem Abonnementpreis sind nicht möglich. Ein eAbonnementgutschein kann im Rahmen des allgemeinen Kartenvorverkaufes eingelöst werden.

d) Schalterverkauf
Die Tages- und Abendkasse ist zu den in den regelmäßigen Veröffentlichungen und auf der Webseite der Staatstheater angegebenen Zeiten geöffnet. An der Abendkasse werden ausschließlich Eintrittskarten für die Abendvorstellung verkauft. Die Abendkasse schließt grundsätzlich mit Vorstellungsbeginn.

Kreditkarten (American Express, MasterCard, VISA) werden an den Kassen nur bei Vorlage der entsprechenden Karte zur Zahlung akzeptiert.

Beim Kauf von Eintrittskarten am Schalter sind die Eintrittskarten (insbes. Vorstellung und Datum) und evtl. Wechselgeld sofort zu überprüfen. Spätere Reklamationen werden nicht anerkannt.

e) Telefonischer und schriftlicher Verkauf
Der telefonische Vorverkauf ist zu den in den regelmäßigen Veröffentlichungen und auf der Webseite der Staatstheater angegebenen Zeiten möglich.

Eintrittskarten können telefonisch und schriftlich entweder verbindlich gekauft und mittels SEPA-Lastschriftverfahren und Pay Link bezahlt werden oder vorläufig befristet reserviert werden.

Schriftliche Kartenbestellungen per Post und Online-Bestellformular werden ab Veröffentlichung des Spielplans und bis zum Beginn des regulären Kartenvorverkaufs angenommen. Bei zu großer Nachfrage kann ein frühzeitiger online-Bestellstopp eingerichtet werden. Verbindliche Bestellungen mit SEPA-Lastschriftmandat werden ab zwei Wochen vor Beginn des Kartenvorverkaufs bearbeitet und die Eintrittskarten gegen eine Servicegebühr zugeschickt. Können Kartenwünsche nicht erfüllt werden, erfolgt eine schriftliche Benachrichtigung. Je nach Verfügbarkeit von Karten können schriftliche Bestellungen ohne SEPA-Lastschriftmandat als vorläufige Reservierungen berücksichtigt werden und durch eine Benachrichtigung mit einer Zahlungsfrist bestätigt werden.

Telefonische und schriftliche Kartenreservierungen werden erst mit Eingang der Bezahlung verbindlich. Bei Nichteinhaltung der Reservierungsfrist behalten sich die Staatstheater das Recht vor, anderweitig über die Karten zu verfügen. Für die Bearbeitung von vorläufigen Reservierungen kann eine Servicegebühr erhoben werden.
Nur bezahlte Karten können gegen eine Servicegebühr entweder per Post, print@home versendet oder bis Vorstellungsbeginn zurückgelegt werden.

f) Online-Verkauf
Online-Bestellungen sind mit Beginn des Vorverkaufs möglich.
Das Angebot für einen Vertragsabschluss geht vom Kunden aus. Mit der Bestätigung des Kartenkaufs nehmen die Staatstheater das Vertragsangebot des Kunden unter der Bedingung an, dass bei Eingang der Zahlung auf dem Konto der Staatstheater die bestellten Eintrittskarten noch verfügbar sind. Falls diese Bedingung nicht erfüllt ist (insbesondere weil die Zahlung nicht innerhalb der vorgegebenen Reservierungszeit eingegangen ist), besteht kein Anspruch des Kunden auf die bestellten Eintrittskarten.

Es gelten ausschließlich die auf der Webseite der Staatstheater Stuttgart angebotenen Zahlungsmöglichkeiten. Bei Erstbestellern kann die Bezahlung nur mit Kreditkarte erfolgen. Für das SEPA-Lastschriftverfahren müssen die Bankdaten einmalig telefonisch hinterlegt werden. Die Einlösung von eGutscheinen ist beim Online-Kauf möglich, sofern sie auf einer aktiven Kundennummer für den Online-Bestellvorgangs hinterlegt und gültig sind.

Der Preis für online bestellte Eintrittskarten beinhaltet eine Bearbeitungsgebühr je Karte, für den Versand oder die Hinterlegung von Eintrittskarten wird zusätzlich eine Servicepauschale pro Auftrag erhoben. Der Kartenpreis (inklusive der Bearbeitungsgebühr) sowie die Servicepauschale für Versand oder Hinterlegung werden zusammen belastet bzw. abgebucht.

Die Staatstheater behalten sich vor, das Vorstellungs- oder Platzangebot für den Online-Verkauf jederzeit und ohne besonderen Hinweis zu verändern, zu ergänzen oder zu löschen bzw. den Online-Verkauf zeitweise oder ganz einzustellen.

Bei einem Abonnement-Kauf im Online-Shop kommt der Vertragsschluss zustande, indem der Besteller online eine Übersicht seiner Bestellung angezeigt bekommt und die Kenntnisnahme und Akzeptanz der online verfügbaren AGB bestätigt sowie die Schaltfläche „Zahlungspflichtig bestellen“ auslöst.

g) Postzustellung und Print@home
Auf Wunsch werden Eintrittskarten, die mittels SEPA-Lastschriftverfahren bezahlt wurden gegen eine Gebühr zugesandt. Eine Gewähr für die rechtzeitige Postzustellung der Eintrittskarten wird nicht übernommen. Sollten die Karten den Käufer nicht rechtzeitig erreichen, ist dieser berechtigt unter Angabe seiner Auftragsnummer an der Abendkasse Ersatzkarten zu erhalten.

Im Print@home-Verfahren werden die bestellten Eintrittskarten elektronisch an den Kunden übermittelt.

Die Personalisierung der Print@home-Eintrittskarte, mit Namen und Geburtsdatum, wird für die kostenlose Nutzungsberechtigung der Fahrkarte benötigt, die beim Ausdrucken der print@home-Eintrittskarte automatisch erstellt wird.

Eintrittskarten, die im Online-Verkauf erworben und mittels Print@home ausgedruckt werden, dürfen nicht kopiert werden. Nur der erste Besucher, der die Eintrittskarten am Einlass vorzeigt, ist eintrittsberechtigt. Es obliegt dem Besucher seinen Webshop-Account und seinen Print@home-Ausdruck vor dem unbefugten Zugriff durch Dritte zu schützen. Das Einlasspersonal prüft nicht, ob der Nutzer der Eintrittskarte der rechtmäßige Inhaber ist.

Die ausgedruckte Print@home-Eintrittskarte ist bis zur Veranstaltung sorgfältig aufzubewahren und darf bei Gebrauch keine Beschädigungen, Verschmutzungen oder sonstige Beeinträchtigungen aufweisen, welche die Eingangskontrolle unmöglich machen oder ver-/behindern. Weist diese etwaige Beschädigungen, Verschmutzungen oder sonstige Beeinträchtigungen auf, besteht weder Anspruch auf Einlass zur Veranstaltung noch auf Rückerstattung des vom Kartenkäufer entrichteten Entgelts. Dies gilt auch bei Verlust der Print@home-Eintrittskarte.

h) Rücknahme von Karten
Die Rücknahme von Eintrittskarten gegen Erstattung des Kaufpreises ist grundsätzlich nicht möglich. Für verfallene Karten wird kein Ersatz geleistet. Dies gilt auch für nicht besuchte oder nicht rechtzeitig zurückgegebene Abonnementvorstellungen sowie für verfallene eGutscheine. Dabei ist unerheblich, aus welchem Grund die Vorstellung nicht besucht werden konnte oder der eGutschein nicht eingelöst wurde.

Besetzungsänderungen sowie sonstige kurzfristige Änderungen des Vorstellungsablaufs oder Fälle von höherer Gewalt (Verkehrsbehinderung, Krankheit, Epidemien, Streik, Witterung u.ä.) berechtigen nicht zur Rückgabe von Eintrittskarten.

Wird anstelle des Werkes, das beim Kauf der Eintrittskarte angekündigt war, ein anderes Werk gespielt, können gekaufte Karten zurückgegeben werden. Dies gilt jedoch nicht für das Abonnement.

Bei Abbruch einer Aufführung wird, wenn zum Zeitpunkt des Abbruchs weniger als die Hälfte der Aufführung gespielt war, eine Ersatzaufführung angeboten oder, falls dies aus spielplantechnischen oder anderen Gründen nicht möglich ist, der Eintrittspreis erstattet. Darüber hinausgehende Ansprüche sind in diesen Fällen ausgeschlossen; insbesondere können Aufwendungen des Besuchers wie Fahrt- oder Übernachtungskosten etc. nicht ersetzt werden. Der Anspruch auf Erstattung des Eintrittspreises erlischt, wenn er nicht binnen zehn Tagen geltend gemacht wird.

Soweit die Staatstheater Dienstleistungen aus dem Bereich der Freizeitveranstaltungen anbieten, gilt § 312 g II S.1 Nr. 9 BGB. Ein Widerrufsrecht ist für Verträge über diese Dienstleistungen ausgeschlossen. Insbesondere ist ein Abonnement von der Rückgabe ausgeschlossen.

i) Weiterverkauf
Der Weiterverkauf von Eintrittskarten zu erhöhten Preisen ist nicht gestattet. Die Staatstheater behalten sich vor, bei Zuwiderhandeln rechtliche Schritte einzuleiten und den Kunden in Zukunft vom Erwerb weiterer Eintrittskarten auszuschließen.

Abonnementausweise oder Besucherrechte aus einem Abonnement dürfen nicht über Internet-Marktplätze oder Internet-Ticketbörsen selbst oder durch Dritte gewerblich oder kommerziell veräußert werden.

4. Datenschutz
Die Staatstheater behandeln persönliche Daten entsprechend der geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich. Sie sind berechtigt, externen Dienstleistern unter strengen vertraglichen Beschränkungen Kundendaten z.B. zum Versand von Informationen bzw. Publikationen im Auftrag der Staatstheater zur Verfügung zu stellen.

Personenbezogene Daten aus dem Karten, Gutschein- und Artikelverkauf, dem Abonnement und Versand von Publikationen werden unter Einhaltung des Datenschutzrechtes verarbeitet.

Die Datenschutzerklärung, die nach Art. 13 der EU-Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) über den Umgang mit den Daten informiert, ist zu finden unter: https://www.staatstheater-stuttgart.de/datenschutz/.

5. Besucherordnung
a) Einlass wird nur mit einer gültigen Eintrittskarte gewährt. Die Foyers der Spielstätten sind in der Regel eine Stunde vor Aufführungsbeginn geöffnet.

b) Besucher, die erst nach Beginn der Vorstellung eintreffen, haben vor der Pause keinen Anspruch auf Einlass in den Zuschauerraum. Sie können ihre Plätze erst zur Pause einnehmen. Ebenso kann, wenn das Zeichen zum Wiedereinnehmen der Plätze nach der Pause nicht beachtet wurde, kein Anspruch auf Einlass nach Wiederbeginn der Vorstellung erhoben werden.
Sofern bei bestimmten Vorstellungen zu einem von der künstlerischen Leitung festgelegten, geeigneten Zeitpunkt ein Nacheinlass gewährt werden kann, besteht bei Einlass in den Zuschauerraum kein Anspruch auf den gelösten Kartenplatz. Den Anweisungen des Einlasspersonals bezüglich des Einlasszeitpunktes wie auch des nächst verfügbaren Platzes ist Folge zu leisten.

c) Nicht gestattet ist der Wechsel von dem laut Eintrittskarte oder im Abonnement erworbenen Sitzplatz auf einen anderen unbesetzten Platz, auch nicht nach der Pause. Hat der Besucher einen Platz eingenommen, für den er keine gültige Karte besitzt, können die Staatstheater den Differenzbetrag erheben oder den Besucher aus der Vorstellung verweisen. Eine Erstattung des Kartenpreises erfolgt in diesen Fällen nicht. Sollte aus technischen oder künstlerischen Gründen der auf der Eintrittskarte angegebene Platz nicht zur Verfügung gestellt werden können, weist das Einlasspersonal dem Besucher einen adäquaten Ersatzplatz zu. Bei Veranstaltungen mit freier Platzwahl besteht kein Anspruch auf einen bestimmten Sitzplatz.

d) Das Mitnehmen der Garderoben zu den Plätzen ist nach der Versammlungsstättenverordnung nicht gestattet. Jacken, Mäntel, Rucksäcke, Schirme und größere Taschen etc. müssen an der Garderobe des Hauses abgegeben werden.

Bei Abgabe der Garderobenstücke wird eine Garderobenmarke ausgegeben. Die aufbewahrten Garderobenstücke werden bei Rückgabe der Garderobenmarke ohne Prüfung der Berechtigung an den Besitzer der Marke ausgehändigt.

Bei Verlust der Garderobenmarke können die Garderobenstücke erst herausgegeben werden, nachdem alle übrigen Besucher ihre Kleidungsstücke abgeholt haben. Der Besucher ist in diesem Fall verpflichtet, dem Garderobenpersonal seinen Namen, Adresse und Telefonnummer anzugeben und für die verlorene Marke eine Gebühr in Höhe von EUR 5,00 zu bezahlen. Vertauschte, beschädigte oder abhanden gekommene Gegenstände sowie der Verlust der Garderobenmarke sind dem Garderobenpersonal unverzüglich anzuzeigen.

Für Verlust oder Beschädigungen der aufbewahrten Gegenstände haften die Staatstheater nur, soweit das Garderobenpersonal seine Aufbewahrungspflichten vorsätzlich oder grob fahrlässig verletzt hat. Die Haftung ist auf den Zeitwert bzw. auf maximal EUR 250 für alle auf eine Garderobenmarke abgegebenen Gegenstände begrenzt. Von der Haftung ausgeschlossen sind Ausweise und Urkunden aller Art, Kreditkarten, Bargeld, Schlüssel und Wertsachen wie Schmuck, elektronische Geräte etc., insbesondere auch dann, wenn sich diese Gegenstände in Manteltaschen oder Behältnissen befinden. Die Aufbewahrung dieser Gegenstände geschieht auf eigene Gefahr des Besuchers. Die Garderobe schließt 30 Minuten nach Vorstellungsende. Nach Garderobenschluss ist eine Haftung der Staatstheater für nicht abgeholte Gegenstände ausgeschlossen.

e) Für sonstige abhanden gekommene oder beschädigte Gegenstände haften die Staatstheater nicht, ebenso wenig für den Verlust von Sachen im Theatergebäude. Der Verlust von Gegenständen ist dem Einlass- bzw. Garderobenpersonal unverzüglich anzuzeigen. Gegenstände jeder Art, die in Räumen der Staatstheater gefunden werden, sind beim Einlass- bzw. Garderobenpersonal abzugeben. Die Gegenstände werden von den Staatstheatern bis zum Ablauf von sechs Monaten aufbewahrt. Im Übrigen gelten die §§ 978 ff. BGB.

f) Das Rauchen ist in den Räumlichkeiten der Staatstheater nicht gestattet.

g) Die Mitnahme von Speisen und Getränken in den Zuschauerraum und der dortige Verzehr sind untersagt.

h) Fotografieren, Filmaufnahmen sowie Tonaufnahmen während der Vorstellung oder sonstigen Veranstaltungen der Staatstheater sind aus urheberrechtlichen Gründen grundsätzlich untersagt, sofern nicht eine besondere schriftliche Genehmigung der Theaterleitung hierfür vorliegt. Bei Zuwiderhandlungen können Besucher aus den Spielstätten verwiesen werden.

Widerrechtlich aufgenommenes Bild- oder Tonmaterial ist vom Besitzer im Beisein eines Vertreters der Theaterleitung zu löschen. Gegebenenfalls kann der Besucher vom Besuch der Aufführung ausgeschlossen werden.

Für den Fall, dass die Staatstheater eine Vorstellung oder Veranstaltung aufzeichnen oder aufzeichnen lassen, erklären sich die Besucher damit einverstanden, dass sie eventuell in Bild und/oder Wort aufgenommen werden und diese Aufzeichnungen ohne Anspruch auf Vergütung veröffentlicht bzw. verwertet werden dürfen.

i) Mobilfunkgeräte sowie sonstige Geräte aller Art, die akustische oder optische Signale von sich geben, dürfen nur im ausgeschalteten Zustand in den Zuschauerraum mitgenommen werden.

j) Kinder unter 3 Jahren dürfen keine regulären Veranstaltungen der Staatstheater Stuttgart besuchen, es sei denn es handelt sich um theaterpädagogische Veranstaltungen oder Führungen, die für Kinder dieses Alters geeignet oder dafür konzipiert sind. Altersempfehlungen für Kinder / Jugendliche können beim Verkaufspersonal erfragt werden.

k) Das Mitbringen von Tieren in den Bereich der Foyers und der Zuschauerräume ist nicht gestattet.

l) Die Staatstheater üben in allen ihren Spielstätten das Hausrecht aus. Sie sind berechtigt, im Rahmen ihres Hausrechtes Hausverweise bzw. -verbote auszusprechen. Den Anweisungen des Personals des Besucherservice und der von den Staatstheatern beauftragten Dienstleistern ist uneingeschränkt Folge zu leisten.

m) Besucher können trotz gültigem Eintrittsausweis vom Besuch einer Vorstellung ausgeschlossen werden, wenn ihr Zustand (z.B. starker Suchtmittelgenuss, unsaubere Kleidung) nach allgemeiner Anschauung die berechtigten Interessen des übrigen Publikums beeinträchtigt. Insbesondere können Besucher aus Vorstellungen verwiesen werden, wenn sie diese stören, andere Besucher belästigen oder in sonstiger und erheblicher Weise oder wiederholt gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen verstoßen haben.
Der Zutritt kann verweigert werden, wenn die begründete Vermutung besteht, dass der Besucher die Vorstellung stören oder andere Besucher belästigen wird.

n) Bei Brand oder sonstigen Gefahrensituationen haben die Besucher das Haus sofort ohne Umwege durch die gekennzeichneten Aus- und Notausgänge zu verlassen. Eine Garderobenausgabe findet in diesen Fällen nicht statt. Den Anweisungen des Personals der Staatstheater Stuttgart ist unbedingt Folge zu leisten.

6. Besondere Abonnementbedingungen der Staatstheater Stuttgart
a) Abonnementabschluss
Das Abonnement wird für eine Spielzeit abgeschlossen. Es verlängert sich automatisch um eine weitere Spielzeit, es sei denn, der Abonnent oder die Staatstheater Stuttgart kündigen bis zum Kündigungstermin schriftlich. Der Kündigungstermin wird rechtzeitig in der Abonnementbroschüre der Staatstheater bekanntgegeben. Auf ausdrücklichen Wunsch kann das Abonnement auch nur für eine Spielzeit abgeschlossen werden. Geschenkabonnements werden für eine Spielzeit abgeschlossen und enden danach automatisch, es bedarf keiner Kündigung.

b) Persönlicher Abonnementausweis
Der Kunde erhält seine Rechnungsunterlagen per Post bis spätestens zwei Wochen vor der ersten Abonnementvorstellung, sowie einen Ausweis, der beim Besuch der jeweiligen Abonnementvorstellung als Eintrittskarte gilt. Der Ausweis ist nur für einzelne Vorstellungen an Dritte übertragbar. Der Verlust des Abonnementausweises ist dem Abonnementsbüro mitzuteilen. Gegen eine Bearbeitungsgebühr kann einmalig ein Ersatzausweis ausgestellt werden.

Der Abonnent ist verpflichtet, den Abonnementausweis nach Erhalt unverzüglich auf seine Korrektheit hinsichtlich Anzahl, Datum und Ort der Veranstaltungen, Ermäßigung etc. zu prüfen und etwaige Reklamationen unverzüglich geltend zu machen.

Sollte der Abonnementausweis bis spätestens eine Woche vor der ersten Vorstellung noch nicht beim Kunden eingetroffen sein, ist der Abonnent verpflichtet, dies im Abonnementbüro anzuzeigen.

Informationen zu dem jeweiligen Abonnement erhalten nur Abonnement-Inhaber.

Änderungen der Anschrift und der Bankverbindung sind dem Abonnementbüro unverzüglich schriftlich mitzuteilen.

c) Abonnementvorstellungen/ Änderungen /Freigabe von Abonnementterminen
Nicht zum Kaufzeitpunkt des Abonnements feststehende Vorstellungstermine werden seitens der Staatstheater spätestens einen Monat vor der Vorstellung veröffentlicht. Es liegt in der Verantwortung des Kunden, sich über die Termine und Daten der einzelnen Serienvorstellungen zu informieren.

Sollten aus künstlerischen, technischen oder dispositionellen Gründen Änderungen der Aufführungen, Vorstellungstermine oder Plätze erforderlich sein, werden Abonnenten nach Möglichkeit rechtzeitig benachrichtigt. Diese Änderungen begründen kein Rückgaberecht.

In von den Staatstheatern bestimmten Ausnahmefällen können Abonnementvorstellungen auf einen früheren oder späteren Termin verlegt werden oder das Programm geändert werden. Abonnementvorstellungen können ausnahmsweise auch nachmittags stattfinden, bei Nachmittagsabonnements ausnahmsweise abends. Abonnements mit festgewählten Wochentag können ausnahmsweise auf abweichende Wochentage gelegt werden.

Abhängig von der Art des Abonnements können einzelne Abonnementvorstellungen in begrenztem Umfang freigegeben und deren Wert als eGutscheine ausgegeben werden. Die Freigabe kann nur über das Abonnementbüro bis spätestens 12 Uhr zwei Werktage vor der Abonnementvorstellung persönlich, telefonisch oder schriftlich per Post, Fax oder E-Mail erfolgen. Zu einem späteren Zeitpunkt als auch an der Tages- oder Abendkasse ist eine Freigabe nicht mehr möglich. Bei postalischen Mitteilungen ist die Postlaufzeit zu beachten.

7. Streitbeilegungsverfahren
Die Staatstheater sind weder bereit noch verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherstreitbeilegungsstelle teilzunehmen.

8. Recht
Für alle Rechtsgeschäfte, die im Rahmen dieser allgemeinen Geschäftsbedingungen geschlossen werden, gilt deutsches Recht.

9. Inkrafttreten
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (mit Besucherordnung) treten mit sofortiger Wirkung in Kraft.

Stuttgart, den 07.09.2020